XC Week: Tag 4
Heute war Flachlandfliegen angesagt. Der Plan: auf der Röti starten, sich beim Balmfluhköpfli sammeln und anschliessend gemeinsam Richtung Montoz fliegen. Dort wollten wir wenden, zum Weissenstein zurückkehren und von da aus ins Flachlandabenteuer aufbrechen – für viele von uns zum ersten Mal.
Der Wind war zwar nicht besonders stark, kam aber eindeutig aus der richtigen Richtung. Die Bewölkung war allerdings dichter als vorhergesagt. Nach Georgs Briefing machten wir uns startklar und beobachteten die ersten Piloten beim Abflug. Doch wegen der zunehmenden Abschattung am Jura kamen Zweifel auf, ob der geplante Schlenker Richtung Westen überhaupt machbar sein würde.


Als Erster startete Stefan – obwohl er noch eine Viertelstunde zuvor erklärt hatte, dass er das heute ganz bestimmt nicht machen werde. Nach und nach waren alle in der Luft, einige allerdings schon bald wieder am Boden – unter anderem auch ich.



Der Rest der Gruppe kämpfte hartnäckig ums Obenbleiben. Schon bald gab Georg das Kommando, den Montoz auszulassen und direkt ins Flachland zu fliegen. Ein wackeres Fünfergrüppli machte sich daraufhin auf den Weg Richtung Thun.
Nachdem die Luftraumbeschränkungen umflogen waren, ging es hoch bis an die Basis – und wenig später wieder hinunter bis knapp über Grund. Ganz nach Georgs Motto: «Solang du nid am Bode steisch, bisch definitiv nid abgsoffe.»
Flug von Rinaldo Flug von Thomas Flug von Alessandro
Thomas schreibt: Schon lange wollte ich einmal einen Flachlandflug machen. Einmal die Welt in der ich sonst auch unterwegs bin von oben sehen. Heute konnte ich das mit der Gruppe verwirklichen.
Nach einem anspruchsvollen Einstieg, mehrmals kurz vor dem Absaufen, lief es im Flachland richtig gut. Jemand hat immer die nächste Thermik angezeigt die uns nach oben brachte, wo auch die ersehnte Abkühlung wartete.
Einmal Überflug über meinen Heimatort, einmal aus der Luft meinem Bruder winken der im Emmental wohnt und zum Schluss eine gute Landung in Gehdistanz zu einem Bahnhof. Perfekt.

