Balmhornhütte Hike & Fly

Bärn Gliders Hike & Fly Tourenguide

960mAufstieg
28mAbstieg
🏔️2'284 müMHöhe Startplatz
⏱️3 h 15 minWanderzeit
🪂918mHöhendifferenz Flug
N
Region:
Ausgangspunkt:

SAC-Wanderskala: T3
Nächster Landeplatz: LP Kandersteg
Achtung: Weg sollte trocken und schneefrei sein.

Dieses Hike and Fly ist ein Projekt und soll im Herbst 2026 realisiert werden.

Ein langer, abwechslungsreicher Aufstieg aus dem Gasterntal zur Balmhornhütte und weiter zu einem hoch gelegenen Startplatz.

Anreise

Mit dem Zug nach Kandersteg und von dort mit dem Bus ins Gasterntal bis Waldhaus. Der Bus fährt nur im Sommer und Herbst, die Fahrzeiten vorher prüfen.

Variante Kandersteg

Wer lieber zu Fuss ins Gasterntal will oder keinen passenden Bus erwischt, startet direkt am Bahnhof Kandersteg. Man folgt dem markierten Wanderweg zuerst am westlichen Ufer der Kander beim Pfadizentrum vorbei, dann am östlichen Ufer bis Eggeschwand. Ab Eggeschwand führt ein Bergweg durch die Chluse, eine enge Schlucht entlang der Kander, hinauf ins Gasterntal zum Waldhaus. Dort trifft man auf die normale Route.

Der Aufstieg verlängert sich so um rund 1½ Stunden. Der Abschnitt bis Eggeschwand ist einfaches Wandergelände (T1), die Chluse T2. Insgesamt kommen knapp 200 Höhenmeter dazu.

Wanderung

Vom Waldhaus folgen wir dem breiten Weg taleinwärts ins Gastereholz. Die ersten knapp 2 km sind nahezu flach und eignen sich gut zum Einlaufen. Beim geschnitzten Holzwegweiser zweigt der Hüttenweg nach rechts ab. Hier zeigt eine Tafel an, ob die Hütte bewartet ist.

Der Weg führt an den Fuss der steilen Talwand und steigt dann in einer Steilstufe durch Wald und Fels hoch, teils in engen Kehren, teils direkt der Wand entlang. Die exponierten Stellen sind mit Holztreppen, Drahtseilen und Eisenstangen gut gesichert. Die Schlüsselstelle ist eine längere ausgesetzte Querung. Trotz rot-weisser Markierung sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit nötig, mit schwerem Rucksack umso mehr. Oberhalb der Steilstufe quert der Weg den Kessel von Wildelsige zur Hütte.

Der Weg sollte trocken und schneefrei sein. Der untere Teil in der Wand liegt lange im Schatten und ist morgens oft noch feucht, die Holzstufen werden dann rutschig. Nach Regen lässt man den Weg deshalb besser einen Tag abtrocknen. Im Spätherbst sind einzelne Passagen häufig vereist, was die gesicherten Stellen heikel macht.

Balmhornhütte

Die kleine Hütte auf 1956 m mit 20 Schlafplätzen wird von der SAC-Sektion Altels ehrenamtlich betrieben. Sie ist von Juni bis Mitte Oktober an den Wochenenden bewartet, im Juli und August meist auch unter der Woche.

Startplatz

Von der Hütte sind es noch rund und 250 Höhenmeter bis zum Startplatz auf 2284 m. Dieses letzte Stück ist das steilste der ganzen Tour.

💨
0.3 km/h
Wind 30 Min.
🌬️
2.5 km/h
Böe 30 Min.
🧭
SO 147°
Windrichtung
🌡️
11.2 °C
Temperatur
Quelle: WSL/SLF IMIS Fisi · Messung 26.09. · 01:00

Flug

Vom Startplatz fliegt man über das Gasterntal hinaus Richtung Kandersteg. Bei starkem Talwind kann es im Bereich der Fisistöcke ruppig werden.

Landung

Der Landeplatz Kandersteg Allmenalp neben der Talstation der Luftseilbahn ist mit einer Gleitzahl von etwa 6 erreichbar. Wer nicht genügend hat, landet besser auf einem geeigneten Feld im Gasterntal.

Keine Flüge für dieses Fluggebiet gefunden.

Transhelvetica 2014

Blindes Huhn

Neuigkeiten von der Hike & Fly-Front. Wir sind mitten in der Hike & Fly-Saison, und da lasse ich es mir natürlich nicht nehmen, von der heutigen Tour mit Geri zu erzählen. Was es mit dem blinden Huhn auf sich hat und wieso überhaupt, dazu am Schluss dieser Geschichte.

Heute ist wieder einmal der Aufstieg zum Vorderälpital an der Reihe. Ich treffe mich mit Geri in Bern, und gemeinsam fahren wir mit dem Zug nach Thun und anschliessend mit dem STI-Bus nach Oberstocken. In gutem Tempo nehmen wir die 900 Höhenmeter in Angriff.

Der Aufstieg ist kurzweilig, denn während der ganzen Wanderung haben wir genügend Themen zum Besprechen. Es geht um die nicht gerade berauschende Thermikfähigkeit von Geris Schirm, Computerprobleme, die elektronische Erkennbarkeit von Gleitschirmen, Reisepläne und vieles mehr. Jedenfalls kommt mir der zweistündige Aufstieg dadurch viel kürzer vor, als er tatsächlich ist.

Oben angekommen, gibt es erst einmal Zmittag und wir beobachten den praktisch nicht vorhandenen Wind. Irgendwann machen wir uns flugbereit. Geri startet als Erster, eine Minute später bin auch ich in der Luft.

Während des Fluges in Richtung Möntschele habe ich ständig das Gefühl, die bessere Linie erwischt zu haben. Ein paar kleine Thermikpfupfer helfen immerhin dabei, nicht allzu viel Höhe zu verlieren. Oberhalb des Waffenplatzes geht es dann weiter Richtung Wattenwil.

Und plötzlich passiert es: Geri, mit seinem angeblich nicht besonders thermikfähigen Schirm, packt eine Thermik aus, die ihn innert kürzester Zeit in schwindelerregende Höhen katapultiert.

Michael Bähni
Vorderälpital
21.09.2026 · 11:34
6.90 km
6.90 P
Gerhard Wyser
Vorderälpital
21.09.2026 · 11:33
9.50 km
9.50 P

Ich versuche natürlich dasselbe. Zwar gelingt es mir, das Absaufen noch etwas hinauszuzögern.

Geri landet schliesslich in Wattenwil, ich auf dem neuen Landeplatz in Blumenstein.

Nach der Landung rufe ich Geri an und frage ihn, wie er das denn nun mit seinem schlechten Schirm gemeint habe.

Seine Antwort kommt trocken und ohne lang zu überlegen:

„Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.“

BG-Saisonabschluss-Fliegen 26


Wie jedes Jahr lud Lüku ein für das Wochenende zum Saisonabschluss, diesmal wieder auf der Fiescheralp. Leider meldeten sich nur wenige Bärngliders an, so dass wir nur ein 4er-Zimmer belegten (Lüku, Stephan, Päscu und ich, Geri).


Die Meteoaussichten waren schlussendlich sehr gut, und auf dem Startplatz am Samstag waren plötzlich auch noch weitere 6 Bärngliders (Klaus, Simu, Michelle und Marc, Barbara und Florian) zugegen. Auch in der Luft hatte es viele weitere Schirme, auch wenn es galt, eine Inversion auf 2000m zu durchfliegen.

Leider verlor ich den Überblick über meine Kollegen in der Luft, da ich mich ums Tannzapfenzählen kümmern musste, aber immerhin gönnte ich mir einen 2. Flug. Meine KollegInnen konnten sich durch die teilweise sehr zähe Inversion durchkämpfen und traten die Reise ins Goms und wieder zurück an. Lüku und ich beendeten den Flugtag in Fiesch, Päscu und Stephan sparten sich mit einer Toplandung auf der Fiescheralp den erneuten Gondeli-Aufstieg.

Michelle Roth
Fiesch
19.09.2026 · 11:20
16.12 km
16.12 P
Simon Utiger
Fiesch
19.09.2026 · 10:49
48.86 km
68.40 P
Stephan Mebold
Fiesch
19.09.2026 · 10:49
45.39 km
54.47 P
Lukas Zuber
Fiesch
19.09.2026 · 10:42
61.85 km
86.60 P
Pascal Loser
Fiesch
19.09.2026 · 10:42
62.82 km
87.95 P
Gerhard Wyser
Fiesch
19.09.2026 · 10:38
5.47 km
5.47 P

Ein genüssliches Apéro auf der Terrasse in der Abendsonne und mit bester Aussicht, BG-gesponsert im Rahmen des Landebiers, rundete den Flugtag wunderbar ab. Nachtessen gabs dann in einer benachbarten Beiz. Müde und zufrieden konnten wir alle dank der Alpenluft recht gut schlafen.

Am Sonntagmorgen war es zwar wolkenlos schön und auch zunehmend warm, aber die Thermikprognosen waren nicht berauschend. So entschieden wir uns, den Morgen nicht mit einem frustrierenden Abgleiter zu verbringen, sondern machten uns zu Fuss auf, den Aletschgletscher vom Marjelenseen aus zu bewundern. Dazu mussten wir durch den ca. 1km langen Tunnel. Der Spaziergang, begleitet von intensiven Gesprächen, war definitiv lohnenswert.

Gerhard Wyser
Fiesch
20.09.2026 · 11:34
6.71 km
9.40 P
Pascal Loser
Fiesch
20.09.2026 · 11:23
10.71 km
10.71 P


Nach der Mittagspause dann am Startplatz gähnende Leere, was auf der Fiescheralp an einem Sonntag doch eher selten ist. Der Aufwind war perfekt, und siehe da, wir alle konnten nach Bilderbuchstarts noch ein wenig aufdrehen, auch wenn wir uns dann nach rund 30 min wieder in Fiesch trafen und den Heimweg antraten.

Ein wunderbares, genussvolles und gemütliches Wochenende, und ein Anlass, der allen für ein kommendes Jahr empfohlen wird.

Geri, 23.9.2026


Schübelsmoosegg Hike & Fly

Schübelsmoosegg

Bärn Gliders Hike & Fly Tourenguide

636mAufstieg
20mAbstieg
🏔️1'486 müMHöhe Startplatz
⏱️1 h 28 minWanderzeit
🪂658mHöhendifferenz Flug
N
Region:
Ausgangspunkt:

SAC-Wanderskala: T2
Nächster Landeplatz: LP Marbach Kirche

Kurz und schön

Die Schübelsmoosegg oberhalb von Marbach ist ein schönes und überschaubares Hike & Fly im Entlebuch. Rund 600 Höhenmeter sind zu bewältigen, bevor wir auf der offenen Alpweide unterhalb des Gipfels stehen. Der Hike and Fly ist auch im Winter zum empfehlen.

Die Tour ist nicht nur wegen des Flugs interessant. Der Aufstieg führt durch die abwechslungsreiche Landschaft rund um Marbach und belohnt uns immer wieder mit schönen Ausblicken auf die Schrattenfluh, den Hohgant und die Berner Alpen. Die Region gehört zur UNESCO Biosphäre Entlebuch.

Der Aufstieg

Wir starten im Dorf Marbach und machen uns zu Fuss auf den Weg Richtung Schübelsmoosegg.

Zunächst geht es durch das Dorf und anschliessend stetig bergauf. Der Weg führt über kleinere Strassen und Wanderwege, durch Waldabschnitte und immer wieder über offene Wiesen.

Mit zunehmender Höhe wird die Aussicht immer besser. Hinter uns liegt Marbach, während sich vor uns die charakteristische Landschaft des Entlebuchs öffnet. Besonders markant ist die Schrattenfluh mit dem Schibegütsch. Dahinter erheben sich Hohgant und die Berner Alpen. Bei guter Sicht reicht der Blick weit bis zum Schreckhorn, Finsteraarhorn und Eiger.

Nach rund 600 Höhenmetern erreichen wir die offenen Alpweiden der Schübelsmoosegg.

Der Start

Der Startplatz befindet sich unterhalb des Gipfels auf einer offenen Wiese. Der Platz ist einfach und bietet genügend Raum, um den Schirm auszulegen. Je nach Wind kann in Richtung West bis Süd gestartet werden. Das Gelände fällt unterhalb des Startplatzes offen ab. Bei passenden Bedingungen ist der Start deshalb unkompliziert.

💨
7.2 km/h
Wind 10 Min.
🌬️
8.3 km/h
Böe 10 Min.
🧭
W 259°
Windrichtung
🌡️
14.8 °C
Temperatur
Quelle: MeteoSchweiz Napf · Messung 26.09. · 00:50

Der Flug

Nach dem Start geht es direkt hinunter Richtung Marbach. Bei guter Thermik kann natürlich versucht werden, noch etwas Höhe zu gewinnen und den Flug in Richtung Beichle, Escholzmatt ausdehnen.

Wenn die Thermik nicht mitspielt, wartet ein schöner Gleitflug zurück ins Tal. Schon der Blick aus der Luft auf Marbach, die Schrattenfluh und die umliegenden Hügel macht den Flug lohnenswert.

Die bevorzugte Landemöglichkeit ist der offizielle Landeplatz bei der Kirche in Marbach. Je nach Flugweg und Höhe kann auch ein anderes geeignetes Feld in der Umgebung als Landemöglichkeit in Frage kommen.

Swisstopo App Link

Gerhard Wyser
Schübelsmoosegg
08.09.2026 · 13:36
4.21 km
4.21 P

Und danach?

Wer nach der Landung noch etwas Zeit hat, kann den Tag direkt in Marbach ausklingen lassen. Das Dorf selbst besitzt einen sehenswerten historischen Kern. Zum Landebier lädt der Gasthof Kreuz in der Dorfmitte ein.

Auch die Bergkäserei Marbach ist einen Besuch wert. Hier wird regionaler Käse produziert und es gibt einen Verkaufsladen sowie ein Bistro.

Morgenberghorn Hike & Fly

Bärn Gliders Hike & Fly Tourenguide

1'309mAufstieg
80mAbstieg
🏔️2'245 müMHöhe Startplatz
⏱️3 h 45 minWanderzeit
🪂1'677mHöhendifferenz Flug
N
Region:
Ausgangspunkt: Ausgangspunkt:

SAC-Wanderskala: T3 Aeschireid | T4 Rengglipass | T6 Leissiggrat
Nächster Landeplatz: LP Höhenmatte

Ein anspruchsvolles Hike and Fly mit schönen Aussichten.

Einfachste Variante über die Brunnihütte, etwas schwieriger vom Rengglipass aus (Blau/Weiss), am anspruchsvollsten über den Leissiggrat (T6-).

Wir starten bei der Postautostation Aeschiried Schulhaus. Von dort folgen wir der Krete in Richtung Morgenberghorn. Der Weg steigt gleich ordentlich an und bringt uns schnell auf Höhe. Die Aussicht entschädigt für die ersten steilen Höhenmeter: Hinter uns öffnet sich der Blick über den Thunersee, gegenüber dominiert der Niesen die Szenerie.

Wir folgen der Krete weiter und tauchen bald in den angenehm schattigen Wald ein. Gerade an warmen Sommertagen ist dieser Abschnitt eine willkommene Abwechslung. Dazwischen öffnen sich immer wieder schöne Ausblicke auf den Thunersee und die umliegenden Berge. Beim Bireberg verlassen wir den Wald und blicken hinunter auf die gleichnamige Alp.

Bei der Greberegg zweigt ein Weg in Richtung Leissigen ab. Sollte auf dem Brunni zu viel Wind sein, bietet sich das Leissigbärgli als mögliche Alternative an. Gerade beim Hike & Fly lohnt es sich, solche Varianten im Hinterkopf zu behalten und den definitiven Startplatz den aktuellen Bedingungen anzupassen.

Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Brunnihütte. Wenn die Hütte geöffnet ist, wird man hier bestens verpflegt – eine gute Gelegenheit für eine Pause, bevor der Schirm ausgepackt wird.


Ab der Brunnihütte führt der Weg zunächst über den steilen Nordwesthang bergauf. An einer kurzen felsigen Passage helfen Ketten beim Aufstieg. Danach geht es weiter in Richtung Südwesten, bis wir den Westgrat erreichen. Auf dem Grat wird der Weg zunehmend exponiert. Wir folgen ihm schliesslich nach Osten und erreichen über den Gipfelgrat das Morgenberghorn. Der Aufstieg wird damit gegen Schluss deutlich anspruchsvoller als der bisherige Weg. Wer bis hierhin gekommen ist, sollte für die letzten Höhenmeter noch etwas Reserven haben.

Der Startplatz


Der Start erfolgt direkt am Morgenberghorn. Der Gipfelbereich ist steil und anspruchsvoll zum starten. Je nach Wind und gewählter Startstelle stehen unterschiedliche Möglichkeiten am Gipfelbereich zur Verfügung. Der grosse Vorteil des Starts am Morgenberghorn: Nach dem Aufstieg liegt eine beeindruckende Höhendifferenz vor uns und der Flug kann direkt am Därliggrat fortgesetzt werden.

💨
1.0 km/h
Wind 10 Min.
🌬️
3.0 km/h
Böe 10 Min.
🧭
OSO 120°
Windrichtung
🌡️
13.4 °C
Temperatur
Quelle: Windline Howald · Messung 26.09. · 01:08
💨
10.8 km/h
Wind 10 Min.
🌬️
16.2 km/h
Böe 10 Min.
🧭
OSO 120°
Windrichtung
🌡️
8.1 °C
Temperatur
Quelle: Windline LP Lehn · Messung 26.09. · 01:09

Der Flug

Am morgen, bevor der Talwind zu stark wird, hat man gute Chancen auf einen Thermikeinstieg an der markanten und steinigen Ostflanke des Berges. Sollte man da nicht fündig werden, kann man ggf. am Leissig-, und Därliggrat noch was finden.

Am Nachmittag findet man recht zuverlässig über der Brunnihütte einen Schlauch, beziehungsweise die SW-Flanke selbst wird thermisch aktiv.

Sollte der Talwind den Berg überspülen, kann man einen anspruchsvolleren Start auf Grathöhe gegen Norden probieren.

Valentin Klopfenstein
Morgenberghorn
06.09.2026 · 13:36
18.89 km
18.89 P

Swisstopo App Link

Alle Angaben ohne Gewähr. Nutzung auf eigene Gefahr.

Nord | Süd – Hauptsache Fliegen

Vor zwei Wochen berichtete ich von unserem Schibespitz-Abenteuer. Damals sahen wir am benachbarten Bürgle zwei Gleitschirme starten. Daraus entstand die Idee, auch einmal am 100 m höheren Bürgle zu starten. Diese 100 Höhenmeter sind entscheidend, um den Thermikanschluss in Richtung Gürbetal zu finden. Dieses Wochenende stand der Wind endlich richtig für eine Bürgle-Besteigung.

Wir nahmen wiederum den Wanderbus ab Schwarzenburg, der uns in kürzester Zeit zur unteren Gantrischhütte brachte. Erstmals mit dabei war Reto Müller, den wir entsprechend mit den BG-Gepflogenheiten rund um Start- und Landebier vertraut machen mussten. Am Beizentisch berieten wir über mögliche Flug Routen, bevor wir den Aufstieg in Richtung Morgetepass in Angriff nahmen. Anfangs stieg der Weg gemächlich an, vor dem Pass wurde es steiler. Auf der Passhöhe genossen wir das grandiose Panorama der Berner und Walliser Alpen, bevor der Weg weiter hinauf Richtung Bürgle führte. Nach dem Picknick evaluierten wir nochmals die Flugmöglichkeiten – entweder Richtung Simmental oder Richtung Blumenstein.

Rinaldo war überzeugt, dass wir der Nordseite eine Chance geben sollten. Über den Gipfeln bildeten sich langsam Thermikwolken, und wir machten uns startbereit. Leicht unterhalb des Gipfels liegt eine grosse Startwiese – einzig das hohe Gras machte das Entwirren der Leinen etwas mühsam. Ich hatte vor zwei Wochen am eigenen Leib erlebt, was passiert, wenn mit den Leinen etwas nicht stimmt, und so war diese Tour für mich auch ein Stück Konfrontationstherapie. Ich durfte heute lernen, dass das Starten nicht einfacher wird, wenn man etwas verunsichert ist: Beim ersten Versuch stolperte ich beim Ausdrehen, beim zweiten kam nach dem Ausdrehen prompt eine Böe mit Rückenwind. Die anderen Gspänli waren inzwischen mehr oder weniger elegant gestartet 😉

Kurz vor meinem eigenen Start erreichte mich die Meldung, dass Reto und Roman bereits sicher auf der Wasserscheide gelandet waren. Daraufhin änderte ich meinen Plan und flog Richtung Simmental. Oberhalb von Geeristein konnte ich nochmals etwas aufdrehen, sodass ich schliesslich in Seewelen landete. Ivo und Rinaldo packten die Nordseiten Chance, fanden besseren Anschluss und flogen bis nach Blumenstein. Ein wunderbares Hike & Fly mit super Begleitung – merci!

Michael Bähni
Bürgle
06.09.2026 · 13:38
9.72 km
9.72 P
Ivo Zoller
Bürgle
06.09.2026 · 13:01
15.56 km
15.56 P
Rinaldo Pirovino
Bürgle
06.09.2026 · 12:57
16.52 km
16.52 P

Bürgle Hike & Fly

Bärn Gliders Hike & Fly Tourenguide

641mAufstieg
50mAbstieg
🏔️2'101 müMHöhe Startplatz
⏱️1 h 52 minWanderzeit
🪂1'366mHöhendifferenz Flug
N
Region:
Ausgangspunkt:

SAC-Wanderskala: T2
Nächster Landeplatz: LP Blumenstein, Därstetten, bei Talwind LP Oberwil i.S., Gurnigel Wasserscheide
Achtung: Talwind Simmental.

Die Bürgle auf 2165 m ü. M. ist eine interessante Alternative zum benachbarten Gantrisch. Besonders bei westlicher bis südwestlicher Anströmung bietet die grosse Wiese unterhalb des Gipfels eine gute Startmöglichkeit .

Der Aufstieg

Wir starten bei der Postautostation Gantrischhütte und folgen dem Wanderweg in Richtung Morgetepass. Wer etwas mehr Zeit hat, kann unterwegs noch einen kleinen Abstecher zum Gantrischseeli machen.

Ab dem Gantrischchummli führt der Weg über offenes Gelände stetig bergauf. Auf den letzten Metern zum Morgetepass wird es spürbar steiler.

Oben angekommen öffnet sich die Aussicht auf beide Seiten des Passes. Bei klarer Sicht reicht der Blick weit über die Berner und Walliser Alpen – von Eiger, Mönch und Jungfrau bis zu den hohen Gipfeln im Wallis.

Am Morgetepass zweigen wir rechts ab und folgen dem Gratweg bis Punkt 2055. Hier steigen weiter zur Bürgle auf. Der letzte Abschnitt wird nochmals steiler, bleibt aber auf einem Wanderweg.

Mit nur rund 640 Höhenmetern Aufstieg ist die Bürgle eine vergleichsweise kurze Hike-&-Fly-Tour.

Der Startplatz

Als möglicher Startplatz dient die grosse Wiese unterhalb der Bürgle. Das offene Gelände bietet viel Platz zum Auslegen und fällt in Richtung West bis Südwest ab.

💨
6.2 km/h
Wind 30 Min.
🌬️
9.0 km/h
Böe 30 Min.
🧭
SW 226°
Windrichtung
🌡️
13.1 °C
Temperatur
Quelle: WSL/SLF IMIS Vorderstocken · Messung 26.09. · 01:00

Der Flug

Vom Bürgle eröffnen sich grundsätzlich zwei interessante Flugrichtungen.

In Richtung Simmental führt der Flug über die Westseite des Grates hinunter Richtung Därstetten. Der grosse Landeplatz Därstetten wäre dabei ein naheliegendes Ziel.

Letzter Clubausflug 6.9.2026

Allerdings kann der Talwind im Simmental kräftig werden. Je nach Windstärke kann der Flug nach Därstetten schwierig werden. In diesem Fall könnte eine frühere Landemöglichkeit im Raum Oberwil im Simmental sinnvoller sein.

Auf der anderen Seite des Grates führt der Flug Richtung Stockental und Blumenstein. Bei ausreichender Höhe kommt der offizielle Landeplatz Blumenstein als Alternative infrage. Sollte die Höhe nicht genügen, kann man bei der Gurnigel Wasserscheide, oberhalb der Parkplätze in Richtung Leiterlipass, gut landen.

Welche Seite tatsächlich die bessere Wahl ist, hängt stark von Wind ab.

Swisstopo App Link

Michael Bähni
Bürgle
06.09.2026 · 13:38
9.72 km
9.72 P
Ivo Zoller
Bürgle
06.09.2026 · 13:01
15.56 km
15.56 P
Rinaldo Pirovino
Bürgle
06.09.2026 · 12:57
16.52 km
16.52 P

Alle Angaben ohne Gewähr. Nutzung auf eigene Gefahr.

Schibespitz Hike & Fly

Bärn Gliders Hike & Fly Tourenguide

508mAufstieg
64mAbstieg
🏔️2'034 müMHöhe Startplatz
⏱️2 h 04 minWanderzeit
🪂1'302mHöhendifferenz Flug
N
Region: ,
Ausgangspunkt:

SAC-Wanderskala: T2
Nächster Landeplatz: LP Blumenstein, Därstetten, bei Talwind Oberwil i.S.
Achtung: Talwind Simmental

Eine Alternative zum Gantrisch wenn wegen zuviel Westwind auf dem Gantrisch nicht gestartet werden kann.

Wir starten auf der Wasserscheide und folgen über die Panzerplatten dem Wegweiser in Richtung Leiterepass. Ein breiter und angenehm zu gehender Weg führt zunächst zur Alphütte Obernünenen.

Der Aufstieg

Ab Obernünenen wird der Weg schmaler und steigt zunehmend in Richtung Leiterepass an. Die Landschaft wird dabei immer alpiner und der Blick zurück über das Gantrischgebiet öffnet sich..

Der Weg führt vom Leiterepass zunächst ein kurzes Stück hinunter. Anschliessend halten wir uns rechts in Richtung Schibespitz und erreichen von dort den markierten Aufstieg zum Gantrisch. Bei der Abzweigung zum Gantrisch weiter geradeaus, über den Bunker, dann bist du schon bald am Ziel.

Der Startplatz

Als Startplatz dient die ziemlich steile Wiese . Sie bietet genügend Platz zum Auslegen und ermöglicht bei passenden Windverhältnissen einen unkomplizierten Start.

💨
6.2 km/h
Wind 30 Min.
🌬️
9.0 km/h
Böe 30 Min.
🧭
SW 226°
Windrichtung
🌡️
13.1 °C
Temperatur
Quelle: WSL/SLF IMIS Vorderstocken · Messung 26.09. · 01:00
💨
13.0 km/h
Wind 10 Min.
🌬️
16.6 km/h
Böe 10 Min.
🧭
SW 232°
Windrichtung
🌡️
10.8 °C
Temperatur
Quelle: MeteoSchweiz Boltigen · Messung 26.09. · 00:50

Der Flug

Vom Schibespitz kann man direkt runter ins Simmental nach Därstetten fliegen. Achtung: Manchmal bläst der Talwind recht stark, dass man nur mit Mühe bis nach Därstetten kommt.

Swisstopo App Link

Letzter Ausflug zum Schibespitz 23. 08. 2026

Thomas Jost
Schibespitz
23.08.2026 · 12:48
7.91 km
7.91 P
Pascal Loser
Schibespitz
23.08.2026 · 12:44
6.94 km
6.94 P

Alle Angaben ohne Gewähr. Nutzung auf eigene Gefahr.

Plan B am Schibespitz

Geplant war heute eigentlich ein Gantrisch Hike & Fly. Warum wir unseren Plan änderten und aus unserer Fünfergruppe am Ende eine Vierergruppe wurde, erfahrt ihr in dieser Geschichte. Nur so viel vorweg: Ich bin ja schon ein wenig dafür bekannt, dass ich gerne mein eigenes Ding mache ;-). Heute lief das allerdings etwas anders. Mehr dazu am Schluss.

Wir trafen uns in Schwarzenburg und bestiegen den Wanderbus, der uns bequem auf die Gurnigel Wasserscheide brachte. Von dort machten wir uns zu Fuss auf den Weg in Richtung Leiterepass.

Begleitet von Kühen und Geissen ging es gemütlich bergauf. Die Aussicht war einmal mehr grossartig: Eiger, Matterhorn und Mont Blanc zeigten sich am Horizont und entschädigten locker für die paar Schweisstropfen. Wobei – so schlimm ist der Aufstieg eigentlich gar nicht.

Bei der Abzweigung zum Gantrisch war erst einmal Wind beurteilen angesagt. Er hielt sich ziemlich genau an die Prognose und kam aus Südwest. Für den geplanten Start am Gantrisch nicht ideal. Also änderten wir kurzerhand unseren Plan und zogen weiter zum Schibespitz.

Dort angekommen, machten wir zuerst Mittagspause und genossen die Aussicht. Danach wurden die Schirme ausgepackt. Am Schibespitz steht eine schöne, wenn auch etwas steile Startwiese zur Verfügung. Die Bedingungen passten und einer nach dem anderen machte sich auf den Weg Richtung Därstetten.

Nur bei mir lief der Start nicht wie gewünscht.

Ein Überwurf oder Knoten bremste die rechte Seite meines Schirms so stark, dass an einen normalen Weiterflug nicht mehr zu denken war. Statt Richtung Därstetten ging es für mich nach wenigen Metern zurück an den Hang. Zum Glück endete die ungeplante Hang»landung» glimpflich. Ausser etwas Materialschaden und einem angeknacksten Ego ist nichts passiert. Für mich ging es zu Fuss zurück zum Poschi. Mein Learning: Schirme mit nicht ummantelten Leinen müssen besser kontrolliert werden. Gerade im Spätsommer mit zum Teil noch hohem Gras.

Tschortsch und Sue machten sich mit ihrem Tandem auf den Weg Richtung Därstetten. Doch auch ihr Flug verlief nicht ganz nach Plan. Der kräftige Talwind machte den Weiterflug zunehmend schwierig und zwang die Beiden schliesslich zu einer fast schon akrobatischen aber sicheren Hanglandung bei Weissenburg.

So wurde aus dem geplanten Gantrisch Hike & Fly ein Schibespitz Hike & Fly mit zwei ungeplanten Hanglandungen. Nicht ganz der Tag, den wir uns am Morgen vorgestellt hatten – aber definitiv einer, den wir nicht so schnell vergessen werden. (Text: Michael)

Thomas Jost
Schibespitz
23.08.2026 · 12:48
7.91 km
7.91 P
Pascal Loser
Schibespitz
23.08.2026 · 12:44
6.94 km
6.94 P

Verbindung nach Kandersteg Waldhaus

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.

Verbindung nach Postautostation Marbach Dorf

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.

Verbindung nach Postautostation Aeschiried Schulhaus

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.

Verbindung nach Postautostation Saxeten Schulhaus

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.

Verbindung nach Postautostation Gantrischhütte

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.

Verbindung nach Postauto Gurnigel Wasserscheide

Zeit ist

Start-Haltestelle eingeben und „Verbindung suchen“ klicken.