Meteoschulung

Nemo war am 5. März 2020 an der 3. Meteoschulung von Philipp und er fühlte sich beim Hauptthema Föhn pudelwohl. Denn dieser Wind ist wie ein Fluss, mal ruhig und umfliesst die Steine, mal mit einem höheren Pegel und schwappt über grössere Steine und wenn’s wirklich viel Wasser hat, reisst er über Steine hinweg.


 Weiter weiss Nemo dank Windy nun auch, wie die Wellen auf dem Meer sind, wo es Waldbrände gibt und dass er sich auf dieser Seite den Tag um die Ohren schlagen kann. Nemo freut sich auf die nächste Meteoschulung im 2021.

Stammtisch vom Februar

Wir profitierten davon, dass die Berner Fassnacht abgesagt worden war und trafen uns so unbehelligt in der Rathausgasse.


Das Bier war fabelhaft – die Flammkuchen auch. Aber gekrönt wurde das ganze durch die Gesellschaft von zum Teil neu hinzugetretenen Mitgliedern, die sich so über alle aussehenden Veranstaltungen und die anwesenden Personen informieren konnten.

Jahresabschlussfliegen 2019

Mit dem traditionellen Jahresabschlussfliegen endet das Klubjahr 2019. Angesagt und durchgeführt wurde es am Wochenende vom 14.-15. Dezember 2019 im Fluggebiet Meiringen-Hasliberg mit dem genialen Startplatz Planplatten Alpentower auf 2250m.

Es nahmen 10 Teilnehmer am Abschlussfliegen teil. Wir trafen uns wegen zu starkem Wind erst um 18.00 Uhr in der Unterkunft C’est la Vie nach einer individuellen Anreise ein, welche gleich neben der Bergbahnstation Reuti Hasliberg liegt.


Ein Teil der Gruppe begab sich zuvor noch auf eine Schneeschuhtour respektive auf einen Winterspaziergang.

Uns wurde ein ausreichendes 3-Gang-Menu serviert. Gestartet hat es mit einem grünen Salat anschliessend Geschnätzeltes mit Reis und Gemüse. Zum Abschluss gab es ein Griesköpfli.


Mit vollem Bauch vertrieben wir uns den Abend im Aufenthaltsraum mit Tischfussball, Tischtennis, Billard und Cubaro Kugelbahn.

Nach einer entspannten Nachtruhe in Mehrbett- und Doppelzimmer trafen wir uns um 9.00 Uhr für ein exquisiten und üppigen Brunch….


Leider waren die Windprognosen am Sonntag nicht viel besser deshalb trennten wir uns auf. Eine kleine Gruppe begab sich bevor es nach Hause ging noch auf die Skier wo wir das Gebiet unsicher machten. Leider war nur ca. 10% der Bahnen offen.

Glücklich und zufrieden traten wir individuell den Heimweg an…..

Es Grüsst alias Nemo

Klausenturnen mit Klaus auf dem Turnen

Heute wollte das schöne Wetter nochmals ausgenützt werden. Zur Auswahl stand Mürren oder ein Hike&Fly auf den Turne. Die zweite Option versprach evtl. noch eine Soaring Session. Die Frage war nur, kann man starten oder nicht. Der Turne (2080m) liegt genau auf der Grenze des stark angesagten und gegen Abend immer wie stärker werdenden Südwestwind. Am

Am Morgen sahen die Prognosen für 12:00h wie folgt aus:

  • Cosmo-1 Boden und Wind 2000m: Siehe Bilder
  • Windy ECMWF (9km Raster) auf 2000m: 28km/h SW
  • Windy GFS (22km Raster) auf 2000m: 18km/h SW
  • Windy Meteoblue auf 2000m: 18km/h SW
  • Windy Icon (7km Raster) auf 2000m: 13km/h SW




Die aktuellen Windwerte waren bei der Elsige ca. 10km/h mehr und beim Stockhorn 6-10km/h mehr als in den Prognosen für die aktuelle Uhrzeit.

Tschortsch gabelte mich früh auf und dann fuhren wir zusammen nach Thun, wo auch Klaus noch zu uns stiess. Klaus erklärte uns, dass die 2000er Modelle eher zu viel anzeigen, da die Bodenreibung nicht berücksichtigt wird und dass man am Turne auch weiter unten starten kann. Überzeugt und im Wissen, dass eine Wanderung zurück ins Tal nicht der Weltuntergang ist, fuhren wir nach Zwischenflüh.


Die 1000 Höhenmeter Aufstieg waren schnell erledigt. Oben angekommen war der Wind spürbar aber es gab auch immer wieder startbare Fenster. So ein Fenster nutzten Klaus und ich. Nachdem Tschortsch seine Pinguin ähnlichen Übungen* am Boden beendet hatte, kam auch er in die Luft**. Auch wenn es nicht viel Schnee hat wurde es trotzdem einmal kalt und so gleiteten wir ins Tal. Tschortsch und ich landeten beim Auto in Zwischenflüh und Klaus flog nach Oey-Diemtigen.

Im Restaurant traf man sich wieder auf ein Kaffee.

Ich lernte aus dem heutigen Tag, dass einmal zu viel an den Starplatz zu gehen nicht schaden kann und dass Prognosen eben Prognosen sind.

By Bänz

* Anmerkung des Lektors: Der Author bezieht sich damit wohl auf die von Alligatoren inspirierte «Todesrollen-Starttechnik».

** Anmerkung des Lektors: Der Author konnte den heroischen Start und die anschliessende Soaring-Session von Tschortsch unmöglich gesehen haben, wo er doch mit seinem Cocktail-Schirmchen direkt abgesoffen ist. 😉

GV 2019

Am 29.11.2019 fand die Generalversammlung der BärnGliders zum letzten mal im Restaurant Frohsinn statt. Dieses wird nächstes Jahr umgebaut und wir werden uns nach einer geeigneten Alternative umsehen müssen.

Auch dieses Jahr gab es wieder T-Shirts. Allerdings fast nur noch für Mädels. Daran freute sich vor allem Momo, die zum ersten Mal seit Jahren wieder einmal dabei war.


Für die besten Piloten gab es Wein in teilweise rätselhafter Verpackung. Mehr zur Freude des Publikums als des Beschenkten.

Dann wurden alle Amtierenden in ihren Ämtern bestätigt und Simon Grossenbacher zusätzlich neu in den Vorstand gewählt.


Ein Entwurf des Jahresprogramms für 2020 wurde präsentiert und die dabei entstandene Diskussion kann im Protokoll nachgelesen werden. Über sämtliche Entscheide werden die Mitglieder demnächst informiert.

Dolomiten Tag 8 – Das nach Hause-Gesause

Einzig den Bewohnern vom Bänz-Bössli und Q-Sis Zelt sollte es gegönnt sein, an diesem Tag noch zu fliegen.

Silvan machte sich auf den Weg nach Sardinien. Die Derungs-Jungs hatten ebenfalls Anschluss-Pläne und so trennten sich unsere Wege auf dem Campingplatz in Bassano.


Da der Navigator mit der Auswahl von möglichen Fluggebieten beschäftigt war, fuhr das Tschortsch-Mobil, auch Minestrone-Kanone genannt, einfach der Nase nach eine gefühlte Ewigkeit durch die Agglomeration von Bassano. Auf der Autobahn angekommen fuhr es sogleich auf einen Stau auf. Um diesem Auszuweichen fuhr es von der Autobahn, nur um über an der Schranke Schlange zu stehen – der Stau wäre wohl kürzer gewesen. Aber dafür konnte Tschortsch ein weiteres Schimpfwort in seine Sammlung aufnehmen – war’s jetzt “stronzo” oder “affanculo”? – Egal.

Nach zwei Stunden war die Minestrone-Kanone zwar auf dem richtigen Weg, hatte aber so viel Zeit verloren, dass Fliegen keinen Sinn mehr machte. Und so wurde der blinde Passagier Nemo auf direktem Weg via Simplon-Lötschberg nach Hause chauffiert.


Wir, die heil nach Hause gekommen sind, wünschen Priska eine rasche Genesung!

Dolomiten Tag 7 – Buuh-ssano!

Aufgrund der Erfahrungen vom Vortag bestellten wir die Shuttel erst gegen 10 Uhr. Als wir jedoch am Morgen die Köpfe aus den Zelten streckten, erschraken wir ob dem dichten, grauen, tiefen Wolkendecke über uns.

Der Sklaventreiben konnte daher erneut eine Gruppe von Wanderfreudigen um sich sammeln, welche zum Startplatz hochliefen. Der ansonsten sehr schön ausgebaute Weg, wies eine Stelle auf, welche sich für hochgesteckte Frisuren als ungeeignet erwies. Dennoch trafen die Wandervögel nach gut einer Stunde am Startplatz Bepi ein, wo alle Bärnglider noch anwesend waren und dem emsigen Treiben der osteuropäischen Flugschülern zusahen.


Um dem Gewusel zu entgehen stiegen die Wandervögel noch bis zum Bistro hoch um eine Cappuccino zu trinken. Doch gerade als der Barrista den Kolben eingehängt hatte, fiel im Restaurant der Strom aus – einer der Flugschüler war beim Landeplatz in die Stromleitung geflogen. Wenn der nur eine Minute später… aber egal. Wieder runter zum Startplatz.

Da sich die Wolkenbasis senkte und den Eindruck vermittelte, dass es gleich regnen oder der Startplatz vom Nebel verschluckt werden könnte, starteten die letzten eilig hinaus und landeten nach wenigen Minuten gleich beim Campingplatz.


Etienne machte sich alsdann auf den Heimweg, während andere noch weitere Flüge anhängten oder gar ein zweites Mal hochstiegen. Eine weitere Gruppe begann mit dem sortieren der Fotos und dem trockenlegen der vom Vortag gefluteten Zelte. Leider kam eine spontane Bekanntschaft Ihrer Einladung zum Abendessen nicht nach – nur um all die Enttäuschen des Tages abzurunden.

Das Abendessen rette dann aber noch den Tag! Es gab’s ein Benz-Risotto und Gnocchi mit Georgonzola-Sauce, gekrönt mit einem dreifach-Schockoladenmousse aus dem Hotel.

Dolomiten Tag 6 – Boah-ssano!

Aaron hatte einen Transport organisiert und so standen pünktlich (hätte ich den Italiener nicht zugetraut) um 09:30 Uhr zwei Fahrzeuge vor dem Campingplatz um uns für je 7 Euro zum Startplatz zu fahren..

Oben beim offiziellen Startplatz der Deltas angekommen, bestaunten wir erstmal die halsbrecherische Deltarampe und genossen Cappuccino während die Letzten noch ihre Flycard (Berechtigung in der Region zu fliegen) lösten. Als die ersten Aufwinde kamen, gingen wir zum Gleitschirm Startplatz Bepi.


Dort sahen wir einige nicht so gelungene Starts, aber alles noch ohne Verletzungen / Materialschäden. Als die ersten den Startplatz überhöhten zog es auch uns in die Luft.

Man konnte die ganze Kette abliegen und einige meisterten auch die eine oder andere Talquerung oder landeten auf dem Monte Grappa vor dem Monument (die locals nennen dort den Startplatz Panetone) top.


Während dem Herumfliegen sah man immer wieder den einen oder anderen gelben Punkt, wobei es sich dabei um Gleitschirme der Bärn-Glider handelte, und hörte per Funk die Kommentare derjenigen, welche zum Mittagessen ins Garden Relays geflogen waren.

Am Nachmittag ging dann auch das Flachland, was schlussendlich schöne Dreiecke ermöglichte. So kam es auch, dass es an diesem Tag einigen Bärn-Gliders den Sprung unter die Top 10 des World XC Ranking gelang.


Am Abend hatten Tschortsch und Kusi für alle eine leckere Minestrone Suppe gekocht. Da diese so üppig ausfiel, wurde auf das Kochen des geplanten Hauptganges verzichtet und man ging stattdessen direkt zu den diversen Nachspeisen über.

Während dem Essen (einmal ohne Daunenjacke) wurde das Erlebte des heutigen Tages ausgetauscht. Jeder hatte so seine individuellen Höhepunkte erlebt. Auch die Vorfreude auf den nächsten Flugtag war gross, da anscheinend die Prognosen ähnlich aussahen wie heute.

Dolomiten Tag 5 – Transit wie im Flug

Da sich für den Rest der Woche am Col Rodella keine Wetterbesserung ergab – im Gegenteil – und es morgens mitunter so kalt war, dass einzelne versucht waren mit Handschuhen zu frühstücken oder sich gar im Kühlschrank zu verkriechen (weil’s da ein Grad wärmer war), entschieden wir wärmere Gefilde aufzusuchen.

Wir packten daher morgens unsere sieben Sachen und fuhren individuell gegen Süden nach Bassano. Dort fand Phillippe einen Campingplatz, der gleich neben einem Hotel gelegen war. Da Priska im Spital Krücken ausgefasst hatte, war es ihr leider nicht mehr möglich zu campen.


Da die Gewitterwolke über dem Monte Grappa bereits stark entwickelte, war Fliegen kein Bedürfnis. Stattdessen ging eine Splittergruppe zum shoppen, während die Zurückgebliebenen im strömenden Gewitterregen ein Apèro zu sich nahmen, bevor wir gemeinsam im Hotel zu Abend assen.

Dolomiten Tag 4 – Windig aber fliegbar

Endlich wieder ein guter Tag – Laut Prognose konnten wir bis ca. 14 Uhr fliegen, danach sollte der Wind zu stark werden. Daher Zogen die Piloten individuell um Startplatz hoch, sobald sie ihre Flugaursrüstugnen gepackt hatten. Die Ersten entschieden sich für den Morgenstartplatz.

Da dieser leicht im Lee und bereits völlig überloffen war, entschieden sich die Nachzügler nach kritischer Betrachtung für den etwas tiefer gelegenen Startplatz. Dieser war noch gänzlich leer und so konnten alle gleichzeitig starten. Wir flogen in 15 Minuten weiter als zwei Tage zuvor in 1.5h. überhöhen.




Die Thermik ging zuverlässig, aber der Wind war spürbar. Viele versuchten, eine kleinere Talrunde zu fliegen, was nicht immer erfolgreich war, die Gondel erlaubte aber kurz später einen neuen Versuch. Mit zunehmendem Wind wurden die Strecken-Versuche zwar immer schwieriger, dafür war Soaring angesagt, was super funktionierte. Und es blieb deutlich länger fliegbar, als die Prognose dies vermuten lies.

Leider nicht ganz so gut lief es auf dem anderen Startplatz – neben dem kaum möglichen Thermik-Einstieg waren auch verknackste Füsse zu beklagen. Nachdem die Beschwerden im Laufe des Tages nicht abnahmen, suchte Priska dann Abends doch noch einen Arzt auf und wurde für weitere Untersuchungen ins Spital verweisen.

Mit kreativen Menüs (z.B. den Crêpes aus dem Tschortsch-Mobil) und der Besprechungen zur Verschiebung nach Bassano am nächsten Tag (das Wetter sollte dort viel besser sein) liessen wir den Tag ausklingen. Und obwohl sich Nemo aus Langeweile nach einem neuen Versteck sehnte, wurde ihm dieser Wunsch nicht vergönnt. Und dies trotz schon fast offensichtlichen Hinweisen. Im nassen Zelt eingewickelt sollte er noch eine lange Autofahrt durchstehen müssen und einen ganzen Tag weiterhängen.