Bike & Fly les Pléiades

Was für ein Geschenk – ein goldener Herbsttag, der 31. Oktober 2020. Allgemein heisst es, der Herbst sei die schönste Jahreszeit für B&F. Also, nutzen wir den Tag. Vom Treffpunkt in Flamatt geht es via Freiburg und Bulle Richtung Oberland. Bei l’Etivaz zweigen wir rechts ab Richtung Les Mosses. Die Sonne lässt die Temperaturen zum Glück langsam steigen und lässt die Landschaft in den schönsten Herbsttönen erstrahlen. Bei La Lécherette verlassen wir die Route des Mosses und zweigen auf die Route de l’Hongrin. Wir wissen, dass die kleinen Tunnel auf der Südseite Intervallverkehr haben und von der Nordseite her immer zur halben Stunde für 15 Minuten befahrbar sind. Allerdings verwirrt uns das Sackgasse-Schild schon ein bisschen. Egal – wir fahren weiter.

Die Aussicht auf der Passhöhe über den Genfersee ist phänomenal. Zeit die Daunenjacke auszuziehen. Das Timing ist perfekt. Eine rauchen und es ist 11:32 Uhr. Also los, das ist unser Zeitfenster für die Talfahrt nach Aigle. Kurz vor den Tunneln ist auch die Erklärung für das Sackgasse-Schild in Form eines Fahrverbots. Was Fahrverbot? Das muss ein Fehler sein. Das kann nicht uns betreffen. Ohne Gegenverkehr passieren wir das Nadelöhr und kommen nach einer Fahrt durch Rebberge am Landeplatz in Blonay an.


Was genau der Hügel mitten auf dem Landeplatz zu suchen hat, wissen wir leider auch nicht. Auch hier ist das Timing perfekt. Wir kaufen Schoggimuffin und Carac und befinden uns kurz darauf schon im Zügli nach Les Pléiades. Wir verweilen einen Moment am Startplatz. Wir geniessen die jetzt warme Temperatur, sitzen im T-Shirt da, schauen den anderen Piloten beim Starten zu und sind nach wie vor beeindruckt von der Aussicht über den Genfersee.

Entgegen den Prognosen von 15 – 20 km/h Wind, ist es praktisch windstill, aber das wenigstens von der richtigen Richtung. Wir geniessen den ruhigen Abgleiter und landen auf der grossen Wiese nördlich vom offiziellen Landeplatz mit dem Hügel.


Zurück auf dem Bike geht es über Les Diablerets und den Col du Pillon nach Gstaad. Unterwegs sehen wir immer wieder Schirme am Himmel. Die frisch verschneiten Berge leuchten in der Abendsonne. Zwischen Schönried und Saanenmöser erhaschen wir die letzten Sonnenstrahlen. Dann ist Schluss. Nicht einmal mehr auf dem Jaunpass ist etwas zu holen. Langsam aber sicher wird es frisch. Nach dem Kaffeehalt in Charmey ist es dunkel. Damit wir definitiv wieder auf den Boden der harten Realität zurückgeholt werden, gibt es zum Abschluss noch eine Fahrt durch den Nebel. Mit hundert Sachen folgen wir auf der Autobahn den Rücklichtern unseres Vordermannes. Der kalte Nebel dringt durch alle Ritzen. Ich will nach Hause. Whow der Mond! Wer hat den gesehen. Mega! Geiler Tag.

Mega! Geiler Tag. Das machen wir jetzt öfters.

Wer kommt nächstes Jahr mit?

Tschortsch & Q-Si

KategorienAllgemein

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